Sonntag, 28. September 2025
Scholz raus, Merz und Trump rein. Hieß es vor einigen Monaten ja schon für Herkuleskeulen-Autor Wolfgang Schaller. Nach den Bundestagswahlen in Deutschland und der Wahl in den USA schrieb das Keulen-Urgestein sein Dauerbrenner-Programm "Tunnel in Sicht" aktuell um. Und weil natürlich "immer irgendwas ist", wie nicht nur der Volksmund weiß, hat sich seither auch wieder eine Menge auf der politischen Bühne getan, was sich nun auch auf der Kabarettbühne tun muss. Also hieß es jetzt für die drei Kabarettisten Birgit Schaller, Frank Weiland und Alexander Pluquett noch einmal, neue Texte aus der Feder von Wolfgang Schaller zu lernen, die er in den vergangenen Wochen geschrieben hat. Wer also "Tunnel in Sicht" in der Herkuleskeule schon gesehen hat, sollte sich die aktualisierte Fassung nicht entgehen lassen. Denn viele Zuschauer nutzen nach den Abenden gern ein Wortspiel: Es sei zwar ein Kabarettstück, sagen sie, aber Kabinettstück würde es fast noch besser treffen, finden sie dann. Denn in "Tunnel in Sicht" wird politisch der Degen und nicht der Säbel geschwungen; oder gar die Machete. Die Texte meistern spielend den Spagat zwischen Spaß und Ernst. "Ernst, der Spaß macht", findet Wolfgang Schaller ohnehin. Und das sehen eben auch die Zuschauer so.
Drei schrullige Typen treffen sich an einem Bahnsteig. Drei Verlierer? Verlierer ist man nur, wenn man sich so fühlt, halten die Drei ihrem Schicksal entgegen. Allerdings fährt an diesem Bahnsteig schon länger kein Zug mehr, was die Drei aber ebenfalls ins Reich der alternativen Fakten verbannen. Schließlich warten sie hier nicht nur auf den Zug, sondern irgendwie auch gleich noch auf ihre Zukunft. Die eine will Superstar werden, der andere muss eigentlich nur noch seine Doktorarbeit abgeben, um durchzustarten und der Dritte – ein Sargbauer - hat ja ohnehin keine Sorgen. Oder ist das alles doch nicht ganz so einfach? Der verlassene Bahnsteig ist jedenfalls der perfekte Ort für sehr unterhaltsames politisches Kabarett. Wie erwähnt, schon länger ohne Scholz, aber dafür mit Merz und Trump …
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