Samstag, 13. September 2025
Ab sofort pendelt Kabarettist Jens Eulenberger regelmäßig zwischen der Distel in Berlin und dem Kabarettkeller der Herkuleskeule im Dresdner Kulturpalast. Der Kabarettist und Schauspieler probt hier für das Erfolgsstück der Keule „Rabimmel, Rabammel, Rabumm“, in dem er dann ab Oktober für Hannes Sell die Rolle der vermeintlich weltrettenden, gendernden und veganen Nervensäge Malte in der Zweier-WG an der Seite von Philipp Schaller übernehmen wird. Philipp Schaller – der nicht nur als Akteur auf der Bühne steht, sondern das Stück auch geschrieben hat - nutzt die Gelegenheit dann auch gleich, um die Texte noch einmal sozusagen rundzuerneuern. Man darf also gespannt sein, auf das „neue“ Programm, das erstmals am 3. Oktober zu erleben sein wird. Und was können die Keule-Fans von Jens Eulenberger erwarten? Er verrät es im Interview.
Jens Eulenberger, was reizt Sie denn, sich künftig in den Stau auf der A13 zwischen Berlin und Sachsen zu stellen, um dann regelmäßig in der Herkuleskeule zu spielen?
Auf der A 13 werde ich zum Glück nie fahren oder stehen müssen, da ich aus familiären Gründen mittlerweile in Leipzig lebe. Und als großer Fan der Deutschen Bahn – also zumindest meistens - freue ich mich auf gemütliche Stunden im RegionalExpress.
Von einer Kabarett-Institution zur anderen, könnte man sagen. Was erwarten Sie im Kabarettkeller der Keule?
Ich kenne die Herkuleskeule und ihren Künstlerischen Leiter Philipp Schaller schon mein halbes Leben lang - und freue mich wirklich sehr darauf, nun auch mal selbst hier als Teil der Herkuleskeule Kabarett zu spielen. Ich bin jedenfalls ein großer Fan der Texte aus der Feder Philipp Schallers!
... und was können die Fans der Herkuleskeule von Ihnen erwarten?
Politische Pointen, Spaß und hoffentlich gute Unterhaltung.
Tickets für "Rabimmel, Rabammel, Rabumm" mit Jens Eulenberger: hier
Im Kabarettkeller der Keule geht es mitunter nicht nur wegen der Klimaanlage bei manchen Pointen ein bisschen frostig zu. Auch im Publikum sind die Meinungen sehr unterschiedlich und nicht alle satirischen Spitzen werden von allen im Saal gleichermaßen beklatscht. Ketzerisch gefragt: Warum tut man sich Kabarett auf der Bühne in einer solch schwierigen Gemengelage denn eigentlich noch an?
Es wäre doch langweilig, wenn wir alle einer Meinung wären! Demokratie heißt ja, dass wir auch andere Meinungen aushalten müssen.
Sie sind ja nicht „nur“ Kabarettist, sondern auch in Theatern, im Film und im Fernsehen aktiv. In Serien wie „Notruf Hafenkante“ oder „Der Landarzt“ zum Beispiel. Erzählen Sie ein bisschen über sich ...
Ich habe mein Leben lang immer wieder neue Herausforderungen gesucht und das große Glück gehabt, immer wieder mit tollen Menschen arbeiten zu dürfen. Egal ob beim Film, Theater, oder im Kabarett. Das ist das, was mir Spaß macht und immer wieder mein Leben bereichert. Und nun freue ich mich auf die nächste spannende Aufgabe und tolle Menschen und Kollegen hier in Dresden.
Eine wirkliche Unbekannte ist Dresden dabei für Sie nicht: Vor einigen Jahren standen Sie hier schon mal auf der Bühne; in der Boulevardkomödie „Ganze Kerle“. Sie kennen sich in Dresden also aus ...
Richtig, ich stand schon sehr oft in Dresden auf der Bühne. Im Übrigen auch zu Gastspielen auf der alten Bühne der Herkuleskeule; damals noch am Sternplatz. In Dresden kenne ich mich eh sehr gut aus, da mein Opa aus Dresden stammt. Ich habe mit ihm schon mit zarten zehn Jahren das erste Mal ein Programm im Kulturpalast gesehen und war damals schwer beeindruckt! Nun spiele ich im Kulturpalast-Keller – es ist also tatsächlich ein bisschen wie nach Hause kommen …
Dresden ist ja mit seiner wunderschönen Innenstadt und der herrlichen Umgebung eine liebens- und lebenswerte Stadt. Wann ziehen Sie um?
Wie gesagt, ich lebe aktuell in Leipzig und fühle mich sehr wohl dort. Aber mal schauen …
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